Osteosynthetische Versorgung eines hüftgelenknahen Oberschenkelbruches (per-/subtrochantäre Fraktur)
von Prof. Dr. Martin Büsing
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, liebe Angehörige,
bei Ihnen bzw. Ihrer Angehörigen oder Ihrem Angehörigen ist aufgrund eines hüftgelenknahen Oberschenkelbruches die operative Versorgung desselben erforderlich geworden.
Bei hüftgelenknahen Oberschenkelbrüchen sind zwei Verfahren der operativen Versorgung gegeben.
- Die sog. „Marknagelosteosynthese“ (Gamma-Nagel)
- Die Versorgung mit einer dynamischen Hüftschraube (DHS)
Die Versorgung dieses Bruches ist eine relative Notfall-Operation. Der Bruchtyp selbst tritt üblicherweise bei Patienten oder Patientinnen höheren Lebensalters auf mit all den damit verbundenen Problemen (Alter des Patienten, wesentliche Begleiterkrankungen, etc.).
Wir bemühen uns, während des postoperativen stationären Aufenthaltes eine möglichst weitgehende Re-Mobilisierung des Patienten oder der Patientin durchzuführen. Beide Operationsverfahren ermöglichen bis auf Ausnahmefälle eine frühzeitige Belastungsfähigkeit des betroffenen Beines.
In der postoperativen Phase ist eine sog. „Thromboseprophylaxe“ in Form von „Bauchspritzen“ (niedermolekulares Heparin) erforderlich. Diese sollte bis zur möglichen Vollbelastung des betroffenen Beines durchgeführt werden.
Der übliche postoperative stationäre Aufenthalt beträgt 14 18 Tage. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit einer sog. „Anschlussheilbehandlung“. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der häuslichen Pflege oder einer geriatrischen Frührehabilitation.
Die Organisation der Anschlussheilbehandlung obliegt dem Sozialdienst unseres Hauses. Wir bitten Sie daher, in Abhängigkeit von der häuslichen Situation, um eine möglichst frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem Pflege- oder ärztlichen Personal der Station, um die entsprechende weitergehende Behandlung zu sichern.
Einen komplikationslosen Wundheilungsverlauf vorausgesetzt, kann das einliegende Nahtmaterial am 10. 14. postoperativen Tag entfernt werden. Während des postoperativen Behandlungsverlaufes in unserem Hause wird frühzeitige Re-Mobilisation unter krankengymnastischer Anleitung angestrebt mit dem Ziel, eine weitgehende Selbstständigkeit bei den Verrichtungen des täglichen Lebens zu erreichen.
Sofern über die 6. Woche nach der Operation hinaus noch deutliche Beschwerden bestehen, sollten Sie Ihren Hausarzt oder die Chirurgische Ambulanz am Knappschaft-Krankenhaus (Tel.: 02361/56-3150) kontaktieren.
Wir sind um Ihre Gesundheit bemüht und wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in unserem Hause.