Speiseröhren- & Magenchirurgie

Tumoren der Speiseröhre und des Magens erfordern eine besondere Sorgfalt hinsichtlich der Entfernung der regionalen Lymphknoten.

Speiseröhrenkrebs

Die überwiegende Anzahl der bösartigen Speisröhrentumoren befindet sich im mittleren und insbesondere im mittleren bzw. unteren Abschnitt der Speiseröhre (Ösophagus). In den letzten Jahren wird eine erhebliche Zunahme des sogenannten Adenocarcinoms der Speiseröhre festgestellt, was auf die sehr häufige chronische Refluxkrankheit (Sodbrennen) mit zurückgeführt wird. In vielen Fällen muss die komplette oder fast komplette Speiseröhre entfernt und durch einen sogenannten Magenschlauch überbrückt werden. Die Magenschlauchbildung und der nachfolgende Magenhochzug in den Brustkorb oder mit Nahtverbindung im Halsbereich erfordert besondere Kenntnisse auf dem Gebiet der Speiseröhren- und Magenchirurgie. Im Anschluss an die Operation schließt sich zunächst eine intensivmedizinische Behandlung an, die in der Regel mindestens zwei bis drei Tage Aufenthalt auf der Intensivstation erfordert.

Magenchirurgie

Das Magencarcinom wird an unserer Klinik im Regelfall mit der vollständigen Entfernung des Magens und der sogenannten DII-Lymphadenektomie behandelt. Dabei werden sämtliche Lymphkoten, beginnend ab der Leberpforte, entlang der großen Oberbauchgefäße bis zur Milz hin mit entfernt. Als regelhafte Rekonstruktion nach Entfernung des Magens wird eine sogenannte Y-Roux-Darmschlinge verwendet, in einzelnen Fällen kann bei jüngeren Patienten auch eine direkte Einschaltung eines Dünndarmabschnittes zwischen Speiseröhre und Zwölffingerdarm sinnvoll sein.