RZ, 18. März 2002
Mehr als 1000 Besucher suchen Rat der Experten
DARMTAG: Knappschaftskrankenhaus erlebt Riesen-Andrang
Rund 50 000 Menschen erkranken jährlich an Darmkrebs. Mehr als die Hälfte davon sterben an den Folgen dieses Tumorleidens in Deutschland - alarmierende Zahlen.
Der zweite Recklinghäuser Darmtag am Samstag auf dem Gelände des Knappschaftskrankenhauses hatte sich deshalb zum Ziel gesetzt, für eine verstärkte Nutzung der Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen zu sensibilisieren. Die Möglichkeiten werden von der Bevölkerung nur unzureichend genutzt. Regelmäßige Kontrollen könnten aber die Erkrankungsrate drastisch senken. Nach Experteneinschätzung würde sich die Zahl der Todesfälle um bis zu 90 Prozent verringern. Im Mittelpunkt der Information des durch die Chirurgische Klinik unter Leitung Professor Dr. Martin Büsings aufgezogenen Seminars stand die Aufklärung über Darmentzündungen sowie neue Behandlungsmethoden bei Krebserkrankungen durch medizinische Experten aus nah und fern.
Das Interesse schien riesig. Mehr als 1000 Besucher übertrafen nicht nur die Vorjahreszahlen sondern auch die Erwartungen des Veranstalters. So musste diesmal eigens ein Riesenzelt angemietet werden. Selbst das schien zu klein. Immerhin geriet das Seminar im Rahmen des Aktionsmonats der Deutschen Krebsgesellschaft zum Thema Darmtumore bundesweit zum größten seiner Art.
2003 wechselt man ins Festspielhaus. Scherzhaft merkte der Vorstandsvorsitzende der Bundesknappschaft, Fritz Kollorz, gar an, dass der rasante Aufwärtstrend fast dazu zwinge, künftig die Arena auf Schalke als Standort ins Kalkül zu ziehen. Ernst gemeint war sein Vorschlag, den Darmtag zu "Recklinghäuser Gesundheitstagen" auszubauen. Bürgermeister Wolfgang Pantförder griff die Idee sofort auf und sagte seine Unterstützung bei der Umsetzung zu.